Frühere Verhältnisse
von Johann Nestroy

"Frühere Verhältnisse" von Johann Nepomuk Nestroy 
Aufführung im Ateliertheater

Aufführung in Weissenkirchen (siehe weiter unten)

Holzhändler Scheitermann und seine Frau Josephine Hausherrin Josephine und Köchin Peppi Amsel
1. Knecht kommt sich vorstellen, wird aber nicht genommen 2. Knecht: Anton Muffl
Scheitermann war früher Knecht bei Muffl Scheitermann in der Zwickmühle
"Sie" Knecht, "Du" Scheitermann Die beiden hatten mal ein "Gspusi"
... das ist ja nicht auszuhalten ... die beiden Herren werden belauscht
Ende gut, alles gut! Das Ensemble

Mai - Juni 2001:
Frühere Verhältnisse
(2001 auch bei den Sommerfestspielen in Weissenkirchen
mit tw. anderer Besetzung)

Herr von Scheitermann, Holzhändler Peter Janisch
Josephine Scheitermann, dessen Frau Chistine Kain (Weissenkirchen: Renate Kastelik)
Anton Muffl, Hausknecht Peter Josch
Peppi Amsel, Köchin Renate Kastelik (Weissenkirchen: Helga Papouschek)
Vazierender Hausknecht Günther Stepan

Regie: Peter Josch
Musikal. Leitung: Gerhard Stein
Bühnenbild: Herbert Libowitzky
Kostüme: Doris Ute Reichelt

 

Johann Nepomuk Nestroy

Josephine, eine gebildete Professorstochter, macht ihrem Mann Vorwürfe, weil man schon wieder ohne Dienstboten sei. Das letzte Dienstmädchen habe man entlassen müssen, weil Scheitermann ihr zu nahe getreten sei. Den Hausknecht hat Scheitermann verjagt, weil dieser Zigarrendieb war. Josephine fordert, ehe sie davon rauscht, für beide schnellsten Ersatz. Der einfältige Scheitermann liebt seine Gattin, aber deren feine Bildung geniert ihn. Wenn sie erst wüsste, dass er selbst einmal Hausknecht gewesen war ...
Peppi Amsel war einstmals Dienstmädchen bei Josephines Vater gewesen, hatte sich später aber als durchaus begabte Schauspielerin bei zweitklassigen Bühnen versucht. Da Gagen zahlen bei derartigen Direktionen nicht üblich war, sehnt sie sich nach geordneteren Verhältnissen zurück. Josephine ist froh, in Peppi eine erprobte Vertraute wiederzufinden. Sie könne ihr sogleich helfen, Scheitermanns Geheimnis aufzudecken, das dieser ängstlich verbirgt. Wenn es gar ein Verbrechen wäre ...
Muffl, einstmals Geschäftsbesitzer, ist durch seinen Kompagnon in den Konkurs getrieben worden. Seinen letzten Notpfennig hat er für eine Bad-Kur aufgebraucht, bei der er eine begabte Schauspielerin, deren Glanzrolle die "Pompadour" war, kennen und lieben gelernt, aber bald wieder aus den Augen verloren hat. Dem Trunk verfallen und völlig mittellos ist er endlich bis zum Hausknecht herabgesunken. Hier bei Scheitermann hofft er in Stellung genommen zu werden. Überrascht und zugleich höchst erfreut erkennt er in dem mittlerweile wohlhabenden Scheitermann seinen ehemaligen Hausknecht wieder. Scheitermann ist peinlich berührt und beschwört Muffl, dieses schreckliche Geheimnis ja nicht zu verraten. Nicht, wenn alles nach seiner Zufriedenheit verläuft, verspricht Muffl, der seinen ehemaligen Knecht nun ganz in der Hand hat.
Peppi erkennt in Muffl ihren ehemaligen Liebhaber aus der Theaterzeit wieder. Da sie sich in ihrer untergeordneten Stellung vor ihm geniert, macht sie ihn glauben, sie wäre die Hausherrin. Dann bedrängt sie Josephine, Muffl, obwohl sie ihn immer noch liebt, so schnell als möglich zu entlassen. Josephine befiehlt ihrem Mann, das Nötige zu veranlassen.
Muffl, der seine Stellung gefährdet sieht, deckt nun vor Scheitermann die früheren Verhältnisse seiner vermeintlichen Gattin auf. Sie sei gar keine Professorstochter, ihr Vater wäre Kellner gewesen und sie selbst Schauspielerin. Scheitermann gerät immer mehr in Rage, wutentbrannt stellt er seine ahnungslose Frau zur Rede, die wiederum zu wissen meint, dass ihr Mann einen Einbruch begangen habe. Die Konfusion ist perfekt - bis Peppi endlich alles aufklärt und ihren Schwindel gesteht. Scheitermann gesteht, dass er ehemals Hausknecht gewesen war und Muffl bekennt, dass er Peppi immer noch liebt. Dass beide wegen der früheren Verhältnisse, die nicht öffentlich bekannt werden sollen, nicht als Dienstboten verbleiben können, versteht sich. Aber Herr und Frau von Scheitermann versprechen, ihnen ein kleines Geschäft in einem etwas entfernteren Städtchen einzurichten.

Im Sommer 2001 auch bei den Sommerfestspielen in Weissenkrichen
30.Juni-29.Juli 2001
 

Teisenhoferhof Weissenkirchen Weissenkirchen vom Teisenhoferhof aus gesehen
Die Reihen füllen sich Helga Papouschek als Peppi Amsel
Peppi Amsel und Frau Scheitermann (Renate Kastelik) Herr Scheitermann mit Hausknecht-Anwärter
Peter Janisch als Herr Scheitermann Peter Josch als Anton Muffl
Begeisterung am Ende Die Bühne des Teisenhoferhofes

Die Vorstellungen des Ateliertheaters werden aus den Mitteln des Kulturbudgets der Stadt Wien gefördert.

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