Sappho
von Franz Grillparzer

"Sappho" von Franz Grillparzer

Sappho und Phaon: verliebt (?) Die Dienerschaft, die Sklaven
Sappho ist glücklich (hier mit ihrer Sklavin Melitta, die Sie wie eine Tochter liebt) Es funkt zwischen Phaon und Melitta
Beim Rosenpflücken verliebt ... Phaon, Melitta Sappho stellt die Nebenbuhlerin zu Rede
Melitta muss weg ... Verbannung "Wir fliehen gemeinsam .."
"... wir haben sie gefangen ..." Die Flüchtigen wurden aufgegriffen ...
Phaon macht Sappho Vorwürfe: "Ich bin ein freier Mann ... " Sappho beweist Größe und ...
... verzeiht den beiden und .... ... Sappho stürzt sich über den Felsen ...

März - Mai 2001:
Sappho

Sappho Helene Susanne Grohma
Phaon Michael Duregger
Eucharis Margot Skofic-Ganser
Melitta Claudia Rohnefeld
Rhamnes Wilhelm Seledec
Ein Landmann Leo Schörgenhofer

Regie: Peter Janisch / Assistenz: Günther Stepan
Bühnenbild: Manfred Tscherne
Kostüme: Mila Janisch

 

Das Stück "Sappho" spielt auf der Insel Lesbos:

Sappho, eine Künstlerin, bekommt durch ihren wunderbaren Gesang den
Lorbeerkranz, das Zeichen des Sieges, in Olympia. Als sie nach Hause kehrt,
wird sie von ihren Dienern und Sklaven freudig empfangen. Diese sind
verwundert über den Mann an Sapphos Seite, Phaon, welcher viel jünger als
sie scheint. Sie befiehlt ihren Untertanen ihn als ihren Herrn zu behandeln
und ihm zu gehorchen.
Bald jedoch bemerkt Sappho, dass Melitta, ihre Sklavin, tiefe Gefühle für
Phaon entwickelt und versucht dem vorzubeugen, indem sie anfangs mit ihr
redet und sie tadelt, es sei nicht angebracht, in ihrem Alter (ungefähr 15)
dies zu fühlen.
Phaon, der Melittas Zuneigung erkennt, beginnt ebenfalls für sie Gefühle zu
entwickeln. Er schenkt ihr eine Rose und küsst sie, was kurze Zeit darauf
Sappho erfährt.
Aus Eifersucht erzürnt greift sie zu allen Mitteln, um der Liebe der beiden
zu schaden.
Als sie Phaon im Schlaf den Namen "Melitta" sagen hört, schmiedet sie einen
Plan, um Melitta vom Phaon fernzuhalten. Sie befiehlt ihrem Sklaven Rhamnes,
Melitta in der Nacht zu entführen und auf die Insel Chios unter die Obhut
eines Bekannten zu verbannen. Dies jedoch gelingt ihr nicht, da Phaon davon
erfährt und mit Melitta zu flüchtet.
Sie werden von Sapphos Wachen gefangengenommen und zur Rede gestellt. Phaon
erkennt Sappho, die er wegen ihrer Gutmütigkeit geliebt und bewundert
hat, nicht mehr. Sie dafür bezeichnet ihn als Betrüger und wirft ihm vor, er
habe sie niemals geliebt. Da erst gesteht Phaon seine wahren Gefühle. Er
sagt, er habe sie geliebt, so wie man Gott liebe, das Schöne und Gute, aber
nicht wie ein Mann eine Frau.
Sappho beginnt zu verstehen, dass sie sich selber etwas
vorgemacht hat und nicht ungestraft davon kommen wird. Sie geht tief in ihre
Seele und nach einer großen Überwindung segnet Melitta und Phaon.
Sappho zeigt am Ende wieder ihren liebenswürdigen Charakter und schließt
Frieden mit den beiden Verliebten. Mit den Worten "Ihr Götter segnet sie und
nehmt mich auf!" verabschiedet sie sich von den Sterblichen und stürzt sich
vom Felsen ins Meer. 

CHARAKTERISTIKEN:

Sappho: ist eine gutmütige und gutherzige Person im Alter von ca. 30-35
Jahren. Sie ist eine Künstlerin, eine Dichterin und Sängerin und ist dadurch
in den Kreis der Götter aufgenommen worden. Durch die Liebe zu Phaon steckt
sie in einer Zwickmühle, denn sie muss sich entscheiden zwischen dem Leben
und einer, wie sie glaubt, Familienbeziehung zu Phaon und dem Ruhm. Sie
wählt das irdische Leben mit Phaon, ohne seine Seite zu kennen.
Als sie dann von der "Affäre" Phaons und Melitta erfährt, versucht sie mit
allen Mitteln ihn an ihrer Seite zu halten und zeigt nackte Eifersucht einer
Frau. Sie merkt jedoch, dass man Liebe nicht erzwingen kann und gibt der
Liebe der beiden freien Lauf. Sappho versteht, dass sie einen großen Fehler
begangen hat und weiß keinen Ausweg, außer sich in den Tod zu stürzen.
Vorher jedoch zeigt sie ein letztes Mal ihren von allen geschätzten Anstand
und verzeiht Melitta, für die sie Muttergefühle hat, und Phaon.

Phaon: ist ein Jüngling, ungefähr 20 Jahre alt. Er kann seine wahren
Gefühle nicht so gut zeigen und verletzt dadurch Sappho. Als er sich darüber
im Klaren ist, was seine Herrin von ihm hält, versucht er mit seinem Charme
sich aus dieser Situation zu befreien. Er handelt sehr entschieden und
verteidigt Melitta. Ich glaube, er fühlt sich in einer gewissen Weise auch
schuldig, da er anfangs nicht offen genug war. Er ist eine sehr stabile
Persönlichkeit und schwankt nicht ab von seiner Meinung, er lässt sich nicht
überreden bei Sappho zu bleiben.

Melitta: ist eine Dienerin, die Sappho als ihr eigens Kind angenommen und
erzogen hat. Sie schätzt Sappho sehr, nicht nur wegen ihrer "Karriere",
sondern auch als Mutter. Sie hat Angst, die Gefühle zu Phaon zu offenbaren,
um ihrer Gebieterin nicht Ungehorsam zu zeigen.
Melitta ist ein ruhiges, schüchternes Mädchen (ca.15) und dazu gut erzogen.
Ihre Liebe zu Phaon stellt sich jedoch zwischen sie und Sappho.

INTENTION DES AUTORS:
Grillparzer wollte mit seinem Werk "Sappho" zeigen, dass man Liebe nicht
erzwingen kann und dass Bewunderung nicht gleich Liebe bedeutet. Gegensätze
ziehen sich an, in seinem Trauerspiel ist es eine Göttin, die einen
Sterblichen liebt, was aber nicht nur in diesem Fall Gültigkeit hat.
Aber dass gleich und gleich sich gern gesellt sagt schon ein altes
Sprichwort.
Man sollte nicht Schwärmen mit wahrer Liebe verwechseln, was leicht
gesagt - schwer getan ist, denn meist kommt man zu spät drauf und das kann
böse Folgen haben, im Fall Sappho ist der Tod der einzige Ausweg.

(nach und aus: www.hausaufgaben.de

 

 

Die Vorstellungen des Ateliertheaters werden aus den Mitteln des Kulturbudgets der Stadt Wien gefördert.

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